Osteoporose

Osteoporose:

Etwa 50 000 Bundesbürger, in den meisten Fällen sind es ältere Frauen, brechen sich jährlich den Oberschenkel. Im Krankenhaus wird ihnen dann mitgeteilt, dass sie an Osteoporose (Knochen – Schwund) leiden. Bei ca. 25 Prozent aller Frauen kommt es nach der Menopause zu einem Knochen – Abbau, der langsam oder schneller fortschreitet. Schwindet jährlich 1 Prozent der Knochenmassen entspricht dies einer normalen Alterung, sind es jedoch 3 bis 4 Prozent, muss etwas dagegen unternommen werden.

Mit zunehmendem Alter nimmt bei der Osteoporose der Einbau von Calcium in die Knochen ab. Diese werden dadurch porös und verlieren an Festigkeit, sodass sie ohne äußere Einwirkung plötzlich brechen können. Durch die biochemischen Veränderungen kann es zu Einbrüchen der Wirbelkörper kommen, was eine Verkrümmung der Wirbelsäule, auch Witwenbuckel genannt, zur Folge hat. Aufgrund der hormonellen Umstellung, vor allem durch das Absinken der Östrogenproduktion nach der Menopause, erkranken mehr Frauen an Osteoporose als Männer. Bei allen medizinischen Untersuchungen wurde festgestellt, dass es vor dem Ausbleiben der Regel zu keinem wesentlichen Knochen – Abbau kommt und auch in den ersten drei Jahren des Klimakteriums nur jede zweite Frau unter einem wesentlichen Verlust der Knochen – Masse leidet.

Die wichtigste Ursache des Knochen – Schwundes ist zweifellos die altersbedingte hormonelle Umstellung. Frauen zum Beispiel, die niemals Kinder geboren haben oder vor dem 45. Lebensjahr in die Wechseljahre kommen, neigen stärker zur Osteoporose als Frauen, bei denen die Regel später ausbleibt. Wichtig zur Vorbeugung gegen Osteoporose ist eine ausreichende Versorgung mit Calcium, und auch die genetischen Vorbelastungen sind von Bedeutung. Der Genuss von Alkohol und Rauchen gehören ebenso zu den Risikofaktoren wie das Fehlen von sportlichen Betätigungen. Erstaunlicherweise erkranken mehr schlanke als übergewichtige Frauen an einer Osteoporose.

Patientinnen, die einer Risikogruppe angehören, sollten daher auf frühe Symptome achten, wie z.B. einem von der Wirbelsäule ausgehenden Schmerz. Denkt der behandelnde Arzt nicht an eine Osteoporose, verschreibt er zunächst einmal Massagen gegen den Schmerz durch Verkrampfungen und Verspannungen im Rückenbereich. Leidet eine Patientin jedoch an Osteoporose, lässt der Schmerzen durch die Massage nicht nach, er verstärkt sich eher. Da der Knochen nicht zusammenbricht, sondern sich auflöst, erkennt man die Krankheit erst spät im Röntgenbild. Beim sichtbaren Erkennen eines Zusammenbruchs der Wirbel oder der Knochen sind bereits 30 Prozent des Stützgewebes zerstört, d.h. die Osteoporose ist bereits weit fortgeschritten. Durch neuere Verfahren kann man heutzutage den Knochen – Abbau sehr genau bestimmen. Mit der Computertomographie zum Beispiel kann die kompakte und die schwammige Knochen – Masse getrennt erfasst werden. Dies ist für die Frühdiagnostik der Osteoporose von großer Bedeutung, da zunächst nur die schwammige Masse des Unterarmknochens und der Wirbelkörper betroffen ist. Da der Oberschenkel überwiegend aus kompaktem Material besteht, wird er erst mit zunehmendem Alter in Mitleidenschaft gezogen.

Ein künstliches Gelenk kann bei fortgeschrittener Krankheit nur schwer einwachsen, ein zusammengebrochener Wirbel lässt sich nicht wiederherstellen und eine verkrümmte Wirbelsäule kann nicht mehr gestreckt werden. Deshalb ist eine Früherkennung der Osteoporose und die rechtzeitige Behandlung äußerst wichtig. Oder besser noch eine sinnvolle Prävention!

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